Uracher Wasserfälle

Der märchenhafte Untere Gütersteiner Wasserfall

 

 

 

1.Allgemeine Daten:

 

  • Kurzinfo: Mittellange Wanderung, auf nicht so überlaufenen Wegen und Pfaden, rund um die bekannten Uracher Wasserfälle. Höhepunkt der Tour sind die Gütersteiner Wasserfälle und der Runde Berg. 
  • Startort:  Bad Urach (450 m)
  • Ziel: Gütersteiner Wasserfall, Uracher Wasserfall, Burgruine Hohenurach
  • Schwierigkeitsgrad:  leicht
  • Gesamtzeit: 3:00 Stunden
  • Weglänge: 12,2 km 
  • Höhenmeter: Aufstieg 691 m - Abstieg 498 m
  • Einkehr: Wirtschaften direkt am Parkplatz, Kiosk am Uracher Wasserfall
  • Anfahrt: Über die B 28 nach Bad Urach. Am Ortsbeginn von Bad Urach an der Ampelkreuzung rechts weg zu mehreren größeren Parkplätzen. Abfahrt ist beschildert.

     

 

 

2.Tourenbeschreibung:

 

Vom Parkplatz (450 m) gehen wir kurz gerade aus um dann nach rechs abzubiegen in Richtung „Gütersteiner Wasserfälle“ (Markierung blaues Dreieck). Kurz nach dem Vereinsheim des Fanfarenzugs Urach biegen wir abermals nach rechts ab. Ab hier wird es ruhiger und es sind nicht mehr so viele Menschen unterwegs. Ein schöner Weg führt uns durch das Maisental vorbei an einer Grillhütte mit einem kleinen Weiher. Dort nach links abbiegen. Der Weg bringt uns nun zum Gestütshof Güterstein, einer Außenstelle des Gestüts Marbach. Schöne Fachwerkhäuser und -ställe und ein Brunnen wollen bestaunt werden. 

Am Gestütshof geht es gerade aus vorbei in den Wald. Nun zieht der Waldweg steil nach oben. Im Zick-Zack geht es voran. Auffallend ist die üppige Vegetation in diesem Feuchtgebiet. Allen voran der seltene Hirschzungenfarm mit seinen großen Blättern. Nach einigen Kehren kommen wir zum Felskopf des Unteren Gütersteiner Wasserfalls (620 m). Verwunschen, ja fast märchenhaft schlängelt sich das Wasser durch das Moos den Fels hinab. Hier kann man tolle Fotos machen. Gehen wir noch ein Stück weiter so kommt wir zum Oberen Gütersteiner Wasserfall. Hier wird das Wasser zuerst in einem kleinen Teich gesammelt, bevor es hinab fließt in den unteren Teil des Wasserfalls. Dieser Teich erinnert ebenfalls an einen Märchenteich – so wie er, von einem Felsen umsäumt, da liegt. Ein paar Meter höher kommen wir zu einer kleinen Kapelle der ehemaligen Kartause Güterstein. Ich persönlich finde diese Gütersteiner Wasserfälle viel schöner aus der bekannte und überlaufene "große Bruder" der Uracher Wasserfall. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.   

 

Von hier aus gehen wir nach links und folgen dem breiten Waldweg mit der Markierung rote Gabel bergauf. In einer Rechtskurve geht es links ab zur „Hölle“ (Markierung Rote Gabel). Wir folgenden diesem schmalen Pfad immer gerade aus. Nach rechts fallen die Felsen steil ab ins Tal. Nach kurzer Zeit kommen wir zum Gipfelplateau des „Runden Bergs“ (711 m). Dieses Plateau ist geschichtsträchtig. Hier befanden sich vor langer, langer Zeit vor- und frühgeschichtliche Höhensiedlungen und sogar eine Burg eines alemannischen Kleinkönigs aus dem 4. und 5.Jahrhundert. Eine Infotafel auf dem Plateau gibt Auskunft über die Einzelheiten. Hier ist ein toller Platz für eine Rast. Eine Bank und Grillstelle sind vorhanden.

Danach gehen wir den gleichen Weg zurück bis zu einer Holzhütte. Hier folgend wir dem schmalen Pfad links hinab in die „Hölle“. Nach eininger Zeit treffen wir auf einen breiteren Weg. Hier gehen wir nach rechts weiter. Der Weg wird bald wieder zum Pfad. Über Stock und Stein bzw. Baumstämme geht es weiter. Bei unserer Begehung war der Pfad ziemlich rutschig und schmierig. So gefallen mir die Wege.Der Rutschenfelsen trohnt oberhalb unsers Weges.

 

Leider geht auch dieser Trailpfad irgendwann einmal zu Ende und wir kommen zum Hauptweg des Uracher Wasserfalles. Menschenmassen bewegen sich hier bergauf. Wir folgen den Massen rechts bergauf bis zum Uracher Wasserfall (600 m). Die Sicht von oben ist nicht so berauschend. Aber immerhin ist der Uracher Wasserfall mit einer Fallhöhe von 37 m der höchste Wasserfall der Schwäbischen Alb. Aufgrund der vielen Menschen hieroben gehen wir direkt weiter.

 

Vorbei an einem Kiosk führt ein breiter Schotterweg (Markierung rotes Dreieck) nach links hinüber über einen Bergrücken zur Burgruine des Hohenurachs. Nach 30 Minuten gelangen wir zu einem Sattel mit Schutzhütte und Grill. Hier befindet sich die Hauptkreuzung zur Ruine (570 m). Wir gehen quasi gerade aus und folgen dem Weg steil bergauf. Der kurze, aber sehr steile Anstieg bringt einen schon zum Schnaufen bzw. Schwitzen. Nach 15 Minuten erreichen wir die Burgruine Hohenurach (692 m). Die Burg stammt aus dem Jahre 1030 bis 1050. Viel übrig geblieben ist leider nicht, außer ein paar Mauerresten. Die Aussicht hieroben ist aber gigantisch. Unser Blick schweift hinab nach Bad Urach und ins Ermstal.

 

Der Abstieg erfolgt auf dem selben steilen Weg – aber in Talrichtung, was um einiges leichter ist. An der Hauptkreuzung folgen wir nicht dem Hauptweg nach rechts unten, sondern gehen kurz gerade aus um danach gleich rechts in einen schmalen Pfad abzubiegen. Dieser führt uns parallel zum „überlaufenene“ Hauptweg talwärts. Über Steine, viel Laub geht es rutschig und steil den Berg hinab. Einmal wird der Hauptweg überquert. Einfach immer der Wegspur folgen.

Kurz vor dem Parkplatz kommen wir dann aus dem Wald und gelangen auf den Hauptweg. Auf diesem geht es noch kurz zurück zum Startpunkt. 

 

3.Bemerkungen:

 

  • Ausrüstung: normale Wanderausrüstung
  • Besondere Gefahren: keine
  • Bergwacht: 112
  • Karte: Schwäbische Albvereinskarte „Reutlingen/Bad Urach“ 1:35.000 oder Topographische Karte Landesvermessungsamt Nr. 7522 „Bad Urach“, 1:25.000
  • Internet: www.badurach-tourismus.de/Wandern 
  • Infos vor Ort: Tourist-Information Bad Urach, Tel. +49(0)7125/9432-0, www.badurach-tourismus.de
  • Übernachtung: Campingplatz Pfählhof, Pfählhof 2, 72574 Bad Urach, Tel. +49(0)7125/8098, www.pfaehlhof.de
  • Tipp: Am Wochende morgens bald losgehen, da der Uracher Wasserfall ziemlich "überlaufen" ist oder auf unter der Woche ausweichen. 
GPS-Daten der Tour
Uracher Wasserfälle_JB.gpx
GPS eXchange File [161.3 KB]