Auf den Gigilos

Hier geht's heute hoch

 

 

 

1.Allgemeine Daten:  

 

  • Kurzinfo: Mittellange und mittelschwere Bergtour auf der Omalos-Hochebene. Vom Vorgipfel bis zum "wirklichen" Gipfel muss leicht Hand angelegt bzw. geklettert werden.  
  • Startort:  Xiloskalo (1.230 m)
  • Ziel: Gigilos (2.080 m)
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Gesamtzeit: 4:08 Stunden
  • Weglänge: 10,6 km 
  • Höhenmeter: Aufstieg 1.027 m - Abstieg  955 m
  • Einkehr: Taverne am Einstieg in die Samaria-Schlucht, Restaurant Xyloskalo am Fuße des Gigilos 
  • Anfahrt: Von Agios Theodori mit dem PKW bzw. Taxi bis zum Einstieg in die Samaria-Schlucht in Xiloskalo fahren. Parkplatz vorhanden.   
  • Stand: 25.05.2016

 

 

 

2.Tourenbeschreibung:

Unser heutiges Etappenziel ist der Gigilos. Die Einheimischen nennen ihn auch "Wächter der Samaria-Schlucht". Die Besteigung startet direkt am Eingang zur Samaria-Schlucht in Xiloskalo. Wir gehen aber nicht die Schlucht runter, sondern folgen den Schildern "Gigilos" nach rechts oben. Bereits von unserem Startplatz aus kann man den felsigen Berg erkennen. Wir werden über die rechte Flanke des Berges aufsteigen. Mittelmäßig steil und in Serpentinen zieht der Weg nach oben. Die Sicht auf die Samaria-Schlucht und die Omalos-Hochebene ist prächtig. Wir duchschreiten ein mächtiges Felstor. Nach einiger Zeit kommen wir zur Linoseli-Quelle (1.470 m). Dies ist heute die einzigste Möglichkeit frisches Wasser auf zu tanken. Also bedienen wir uns. Danach beginnt der "zähe" Teil der Tour. Über ein großes Geröllfeld zieht der Pfad steil nach oben. Nach ca. 30 Minuten erreichen wir den Afchenas-Satttel (1.706 m). Von hier aus sehen wir sogar das libysche Meer. Zeitweise kreisen Adler über unseren Köpfen. Auch Geier und Steinböcke (Kri-Kri) soll es hieroben geben - leider haben wir keine gesehen. Jetzt beginnt der Schlußanstieg zum Gipfel. Wir folgen unserem Pfad nach links oben. Der Weg wird nun um einges steiler und ist durch rote Punkte und Steinmännchen markiert. Immer wieder müssen wir nun die Hände zur Hilfe nehmen um uns an Felsen abzustützen bzw. hoch zu ziehen. Nach weiteren 30 Minuten haben wir den Vorgipfel erreicht. Achtung: Hier oben kann es zeitweise richtig stark winden und dann auch entsprechend kühl werden. Bei unserer Besteigung war dies so. Bis kurz unterhalb des Vorgipfels floß der Schweiß in Strömen und kurz vor dem Vorgipfel blies der Wind wie wild. Wir mussten uns direkt gegen den Wind stemmen um weiter zu kommen und es wurde richtig kalt. Also entsprechende Bekleidung für den Gipfel einpacken. Der Vorgipfel mit seiner großen Steinpyramide ist aber noch nicht das Ziel. Gerade aus sieht man den "echten" Gipfel des Gigilos. Wir steigen nochmals kurz ab und dann über Blockgestein und Schieferplatten weiter zu kraxeln. Ab jetzt müssen immer wieder die Hände zur Hilfe genommen werden - leichte Kletterei im 1.Grad. Nach ca. 20 Minuten haben wir nun endlich unser heutiges Tagesziel erreicht - den Gipfel des Gigilos auf 2.080 m. Komischerweise lässt der starke Wind direkt am "kaputten" Gipfelkreuz nach und wir können die imposante Rundumsicht geniesen. Vor uns liegen die Omalos-Hochebene, die Samaria-Schlucht, das Pachnes-Massiv und die Berge der Lefka-Ori. Der Abstieg führt uns auf demselben Weg wie der Anstieg zurück nach Xiloskalo. Kurz vor dem Parkplatz liegt eine gemütliche Taverne mit einer Aussichtsterasse die zur Rast einlädt. 

 

Blick vom Gigilos

3.Bemerkungen:

 

  • Ausrüstung: normale Wanderausrüstung, Jacke bzw. Windjacke, Wanderstöcke
  • Besondere Gefahren: plötzliche Wetterumschwünge
  • Notruf: 112
  • Karte: Anavasi Hiking map Crete Nr. 11.13. "Samaria - Sougia - Paleochora", 1:30.000 
  • Markierung: blauer Punkt 
  • Sonstiges: Unbedingt warme bzw. winddichte Bekleidung für den Gipfel einpacken. Hier oben bläst ein steifer Wind und es kann zu plötzlichen Wetterumschwüngen kommen. 
  • Übernachtung: Hotel Neos Omalos in Agios Theodori(www.neos-omalos.gr), Tel. +030/6977647905 (mobil)
GPS-Daten der Tour
Gigilos_JB.gpx
GPS eXchange File [378.9 KB]